Das Hohe Venn

Das Hohe Venn brennt.

Rauch über dem Moor.
Schwarzer Boden, wo gestern noch Heide, Gräser und Sträucher standen.
Eine Landschaft, die wir kennen und die plötzlich nicht mehr wiederzuerkennen ist.

AGORA und andere haben hier ihre Wurzeln.
Wir leben und arbeiten zwischen diesen Wäldern und Feldern, das Venn ganz in unserer Nähe. Eine Landschaft, die immer da zu sein scheint. Größer als wir. Und älter.

Und dann sieht man sie brennen.

Hektar um Hektar.
Der Himmel grau. Der Boden schwarz.
Und mittendrin Menschen, die dem Feuer entgegengehen.

Feuerwehrleute. Rettungskräfte. Landwirte, die mit Traktoren und Wassertanks anrücken. Menschen, die helfen, wo sie können. Und am Straßenrand andere, die Kaffee kochen, Brote schmieren, Wasser und Essen bringen für diejenigen, die seit Stunden in Rauch und Hitze stehen.

Diese selbstverständliche Bewegung aufeinander zu, wir kennen sie hier.

Nicht zuerst fragen, wem etwas gehört, wer zuständig ist oder was man dafür zurückbekommt. Sehen, was gebraucht wird. Und es tun.

Wir wünschten, es gäbe ein größeres Wort als Danke.

Irgendwann wird das Feuer gelöscht sein.
Aber die schwarze Fläche wird bleiben.
Und was in wenigen Tagen verschwindet, braucht Jahre, um wieder zu wachsen.

Deshalb möchten wir auch an den Solidaritätsfonds erinnern. Für das, was danach kommt. Für die Landschaft und für die Menschen, die sich um sie kümmern.

Das Hohe Venn ist für uns keine Kulisse.

Es liegt neben uns.
Es steckt in unseren Geschichten, unseren Spaziergängen, in unserer Luft.

Ein Stück Zuhause brennt.

Und rund um dieses Feuer sehen wir auch etwas, das tief zu dieser Region gehört:

Menschen, die aufeinander zugehen.

AGORA Theater

 

Hier geht es zum Solidaritätsfond: https://buergerfonds.be/project/solidaritatsfonds-brand-im-hohen-venn/

News

Vom 14. bis 17. Oktober 2026 verwandelt sich das Triangel in St. Vith erneut in einen Ort voller Theater, Musik, Workshops und Begegnungen. Das Internationale TheaterFest bringt Menschen unterschiedlicher Generationen und Hintergründe zusammen und schafft Raum für gemeinsames Erleben, Austausch und neue Perspektiven. Zwischen Aufführungen, kreativen Formaten und besonderen Momenten entsteht eine offene Festivalatmosphäre, in der Kultur für alle zugänglich und spürbar wird.

Die 32. Ausgabe steht unter dem Leitgedanken der Inklusion. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie kulturelle Teilhabe für alle Menschen erlebbar werden kann – unabhängig von Alter, Herkunft oder individuellen Voraussetzungen. Das Festival versteht sich als ein Ort der Offenheit, der Vielfalt und des Miteinanders, an dem Zuschauer:innen, Künstler:innen und Gäste gemeinsam neue Erfahrungen sammeln und miteinander ins Gespräch kommen können.

Hier gibt’s alle Infos & das ausführliche Programm.

 Relaxed Performance: Today (Sideshow) - © Sarah Vanheuverzwijn
Relaxed Performance: Today (Sideshow) - © Sarah Vanheuverzwijn
 Handle With Care (Ontroerend Goed) - © Joëlle Desmet
Handle With Care (Ontroerend Goed) - © Joëlle Desmet
 Konzert: Marius Lerho
Konzert: Marius Lerho
 Handle With Care (Ontroerend Goed) - © Ans Brys
Handle With Care (Ontroerend Goed) - © Ans Brys
 Theaterclub des AGORA Theaters - © Monika Isanska
Theaterclub des AGORA Theaters - © Monika Isanska
 Relaxed Performance: Today (Sideshow) - © Sarah Vanheuverzwijn
Relaxed Performance: Today (Sideshow) - © Sarah Vanheuverzwijn

Zum Tag des offenen Denkmals ist unser Theaterspaziergang als „Neun Häuser“ in neuer Form erlebbar: Ab dem 13. September könnt ihr an mehreren Stationen in Sankt Vith per QR-Code einzelne Szenen des Theaterstücks anhören – direkt vor Ort, mitten in der Stadt.

Darum geht’s:

In Sankt Vith standen nach der Ardennenoffensive von 1944 noch „Neun Häuser“. Angeblich. Denn auf der Suche nach dieser Faktizität wird sie immer unschärfer. Wer entscheidet, welches Haus noch steht? Was ist Fakt, was Erinnerung? Welche Geschichte erzählen wir? Und mit welcher Haltung?

Unser Bild vom Jetzt und Früher entsteht aus den Geschichten, die wir uns erzählen. Wahr, falsch, widersprüchlich, banal und bedeutsam, so wie wir eben.

Eine Spurensuche durch Sankt Vith, bestehend aus Geschichte und Erinnerungen.


So funktioniert’s:

Kostenlose App Komoot im App Store oder bei Google Play herunterladen.
QR-Code scannen und der Tour „Neun Häuser“ folgen.
An jeder der 9 Stationen erwartet euch ein Hör-Erlebnis aus Geschichte, Erinnerung und Theater.

Die erste Station findet ihr am Ravel vor dem Triangel!

 © Inês Heinen
© Inês Heinen
 © Samuel Merighi Silva
© Samuel Merighi Silva
 © Inês Heinen
© Inês Heinen