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25.07.2017
Puppe und Mensch - Das offene Spiel

Wer ist nicht fasziniert, wenn eine Figur aus Stoff oder Holz mit einem Mal lebendig wird? Zauberei! Ein Ding erwacht zu eigenem Leben. Es entwickelt Durchsetzungskraft, bekommt eine eigene Autorität, jemand bislang Unbekanntes ist plötzlich mit im Raum!

 

Das Figurentheater kann tabuisierte Geschichten auf amüsante und willkommene Weise vermitteln und ist somit eine Form, die gängige Grenzen sprengen darf. Auch um Wertvorstellungen zu transportieren eignet sich die Puppe besser als vieles Andere, da sie in ihrer Abstraktion aus einen überlegenen Abstand wahrgenommen wird und nicht bevormundend wirkt. Je nach Beschaffenheit der Figur und ihres Charakters, wird das DIng zur perfekten Projektionsfläche. Des weiteren liegt das Erzählpotential der Figuren in ihrer Materialität und Symbolkraft. Hier sind der Fantasie, der Groteske und der poetischen Bildwelten kaum Grenzen gesetzt.

 

Der Workshop „Puppe und Mensch" will mit den Grundlagen des Figurenspiels vertraut machen und für diese besondere Art des Theaters sensibilisieren.
Wie belebt man einen Gegenstand? Wie findet man den richtigen Charakter? Wie kann ein Ding sprechen?
Ziel des Workshops ist es, den Kontakt von Mensch und Puppe selbst zu erleben und zu gestalten.

 

25.07.2017
Nora Raetsch

Nora Raetsch ist 1978 in Potsdam (D) geboren.

 

Sie schloß 2005 ihr Studium an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" als diplomierte Puppenspielerin und Darstellende Künstlerin ab und arbeitete dann bei der „Drehbühne Berlin" und als Gast in diversen Produktionen.


Seit 2013 leitet sie die Figurentheatergruppe „PuppenTheaterTeufel" am T-Werk in Potsdam und unterstützt verschiedene theaterpädagogische Projekte in Bibliotheken, Schulen, Museen und Vereinen.

 

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