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26.06.2017
AGORA gewinnt Hauptpreis beim WESTWIND Festival in NRW

Das AGORA Theater in Koproduktion mit dem Dürener Kulturbetrieb und dem TAK (Theater Liechtenstein) gewinnt mit dem Theaterstück „Die Geschichte eines langen Tages“ den Hauptpreis beim WESTWIND Festival in NRW.

WESTWIND gilt in Deutschland als eines der renommiertesten Theaterfestivals für junges Publikum und fand dieses Jahr vom 17. bis 23. Juni statt - ausgerichtet vom Schlosstheater Moers. Die Teilnahme des AGORA Theaters an diesem Festival ist durch die Kooperation mit dem Dürener Kulturbetrieb möglich geworden. Solche Verbindungen über die Landesgrenzen hinweg sind für das AGORA Theater sehr wichtig, da es sich als Teil der deutschsprachigen Theaterlandschaft versteht und diese auch mitgestalten möchte.

 

 

„Die Jury lobt die ebenso unaufdringliche wie phantasievolle Art und Weise, wie hier eine Geschichte von Fremdheit, Anderssein und Zugehörigkeit erzählt wird. In einer mit viel Liebe zum Detail ausgestatteten Raumbühne, die per se eine Atmosphäre des Miteinanders kreiert, spielen Tanz, Sprache, Musik, Zauberei aufs Wundersamste ineinander. So entwickelt sich auf engstem Raum eine Geschichte von Weite und Offenheit. Während Gleichheit hier im wahrsten Sinne des Wortes vermessen wird, zeigt sich das Andersartige von seiner spielerischen, anarchischen und verletzbaren Seite.
[...]
Die Aufmerksamkeit und Sensibilität der Inszenierung machen auch vor denjenigen nicht Halt, die zunächst ihre Türen verschließen. Avi und Iva sind nicht die Spur weniger liebenswert als Plug. Auch ihre Welt hat Witz, Wärme und Wert. Auch in ihr wird geliebt und getanzt. Sie mag durch die Ankunft von Plug zwar erschüttert werden, aber sie wird nicht aufgelöst. Ebenso wenig wie es ein Ausgrenzen braucht, um miteinander zu sein, ist dafür totale Verschmelzung vonnöten. Selbst jeden Eindruck von Anstrengung vermeidend, unterschlägt die Inszenierung dennoch nicht die Anstrengungen, die es braucht, Grenzen niederzureißen und das Fremde in die eigene Lebenswelt einzuladen.
[...]
Die gute alte Zeit, die sich noch vermessen ließ, in der wir uns im Bequemen, Selbstgewissen und scheinbar Gesicherten eingerichtet haben, sie ist vorbei. Der neue Tag ist gerade erst angebrochen. Und der wird - das zeigt uns und vor allem bereits den kleinen Kindern das AGORA-Theater - lang werden. Wenn die Aufführung endet, hat die Geschichte, die erzählt wurde, gerade erst begonnen. Und es ist auch unsere Geschichte."
(Begründung der Preisjury)

 

Das Preisgeld im Rahmen der Fachjury Preisverleihnung in Höhe von 10.000 Euro, gestiftet vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein Westfalen wurde auf 3 Preise verteilt.

 

Je 3.333 Euro Preisgeld erhalten:

Die Geschichte eines langen Tages
Koproduktion von AGORA Theater St. Vith, Belgien, Dürener Kulturbetrieb, TAK Liechtenstein

All about nothing
Koproduktion von pulk fiktion, FFT Düsseldorf, Freies Werkstatt Theater, Köln, Theater Bonn

Our House
Koproduktion von HELIOS Theater, Hamm, Ishyo arts center, Kigali, Ruanda

 

Wir gratulieren ganz herzlich allen Kollegen! 

 

Weitere Informationen: www.westwind-festival.de und auf dem Blog vom Festival

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