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19.09.2016
Animal Farm - Theater im Menschenpark

Eine Auseinandersetzung des Ensembles mit George Orwells Farm.

Für alle ab 16 Jahren.

 

George Orwell prangert in Farm der Tiere (1945) die propagandistischen Manipulationen an, mit deren Hilfe das Schwein Napoleon - Stalin - die Errungenschaften der Revolution der Farmtiere gegen den Bauern Jones - den Zaren oder die kapitalistische Ordnung - an sich reißt, um einen tyrannischen Personenkult zu entfalten. Im kalten Krieg wurde das Buch oft als Parabel auf die menschliche Natur gelesen. Dabei sind es Farmtiere - vom Menschen gezüchtete Nutztiere - die die Revolution beginnen. Um dann in der Form der Schweine und Hunde genau diese zu verraten. Heute wird der Mensch selbst zum Objekt solcher Züchtungen und Optimierungen. Über Leistungssteigerungen, genetische Veränderungen, Auswahlverfahren entsteht der geschichtliche Horizont eines „Menschenparks" (Peter Sloterdijk), der den historischen Platz der Tierfarm einnimmt. Kann vor diesem Hintergrund des 21. Jahrhunderts Orwells Farm der Tiere mehr sein als ein vergangenes Märchen von der Revolution?

 

100 Jahre nach der Oktoberrevolution, die für Orwells Buch den historischen Hintergrund lieferte, machen sich sieben Spieler*innen auf die Spurensuche nach der Farm der Tiere in unserem heutigen Europa. In einem Menschenpark, einer Maßnahme zur Optimierung und Verbesserung der Menschen - besonders derjenigen, die einmal an die Idee der Revolution glauben konnten - setzen sie sich mit Orwells Text auseinander. Sie untersuchen, was das System des Menschenparks mit unseren Körpern, unseren Worten, unserer Anstrengung macht. Sie spielen Theater im Menschenpark und fragen, was sind die Animals, die Tiere heute?

 

Die Suche nach dem Inhalt ist auch eine Suche nach der Form, und so ist die Produktion ein ständiges Ringen zwischen Ausprobieren und Scheitern, ein fortwährendes Anfangen, ein andauerndes Versuchen - eine permanente Revolution.

 

Premiere in deutscher Sprache:

im Triangel St. Vith (B) - 14. September 2017

 

Deutschlandpremiere

FFT Düsseldorf - 25. Januar 2018

 

Französischsprachige Premiere

im Rahmen des TheaterFestes am Freitag, 19. Oktober 2018 um 14 Uhr im Triangel in St. Vith (B)

 

19.09.2016
Facebookseite zum Stück
19.09.2016
Auszüge
19.09.2016
Interviews

- Interview mit Felix Ensslin

- Interview mit Carl Hegemann

- future politics #4: Freigang im Menschenpark - Kathrin Tiedemann im Gespräch mit dem Philosophen Guillaume Paoli („Die lange Nacht der Metamorphose. Über die Gentrifizierung der Kultur") und dem Regisseur Felix Ensslin („Animal Farm - Theater im Menschenpark!") im FFT Düsseldorf im Januar 2018.

19.09.2016
Presse
"Selbst ein bisschen Animal Farm", Grenz Echo, 31. Juli 2017

- "Eine permanente Revolution", Grenz Echo, 14. September 2017

- "Blick in einen klugen Kopf", Grenz Echo, 18. September 2017

"Rätsel aus dem Menschenpark", theater:pur, 25. Januar 2018 

- "Nur im Spiel ereignet sich die Freiheit", Westdeutsche Zeitung, 25. Januar 2018

- "Die Kunst des Diebstahls", www.nachtkritik.de, 26. Januar 2018

"Quand le théâtre contemporain revisite la révolution", http://www.revues.be, Dezember 2017

- "Rauch und Randale",Theater der Zeit, Mai 2018

- "Animal Farm überzeugt Kritiker", Grenz Echo, 3. Mai 2018

- "Die Spritze, das Mikro und die RAF", Stuttgarter Zeitung, 18. Juni 2018

"Hund fürs Grobe in der Maßnahme", online merker, 21. Juni 2018

- "Wie ein Phönix aus der Asche", Grenz Echo, 25. Juni 2018

 

19.09.2016
Das Ensemble

Spiel: Karen Bentfeld, Galia De Backer, Catharina Gadelha, Roger Hilgers, Eno Krojanker, Daniela Scheuren

Technik & Spiel: Joé Keil 

Bühne: Céline Leuchter

Lichtdesign: Jasper Diekamp

Ton: Christopher Hafer 

Kostüm: Petra Kather

Musikalische Leitung: Wellington Barros

Choreografie: Catharina Gadelha

Film: Ludwig Kuckartz

Plakat: Nicolas Zupfer

Fotos: Willi Filz

Produktionsleitung und Regieassistenz: Judith Thelen

Dramaturgie: Mona Becker, Sascha Wolters

Text: Felix Ensslin mit Mona Becker

Regie: Felix Ensslin mit Daniela Scheuren

Künstlerische Leitung AGORA: Kurt Pothen

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